Feuerwulf, ein Rudel mit großen Plänen und viel Herz für die eigene Region

Bandvorstellung, Debütalbum und Feuermond Festival, von Fritz Wendel / old_school_metal_shots

Manche Bands begegnen einem auf einem Festival, man macht seine Bilder und zieht weiter. Und dann gibt es Bands, bei denen man hängen bleibt. Feuerwulf gehört für mich eindeutig dazu.

Als ich im August 2025 beim Schlosshof Festival mit der Konzertfotografie angefangen habe, wusste ich noch nicht, wohin mich das alles führen würde. Nach dem Festival-Mediaval war das Feuermond Festival in Weismain bereits mein drittes Festival mit der Kamera. Dort habe ich Feuerwulf kennen und lieben gelernt. Seitdem habe ich die Band immer wieder begleitet: beim Krampuslauf in Coburg, bei Bayrock, auf der R.I.O.-Clubtour und bei weiteren Konzerten.

Inzwischen verbindet mich mit den Musikern mehr als das Fotografieren. Vor allem Martin Rehm ist für mich so etwas wie ein guter Kumpel geworden, den ich auch abseits der eigenen Auftritte immer wieder auf Mittelalterfestivals treffe. Deshalb wird dieser Beitrag auch persönlich. Ich möchte euch eine Band vorstellen, die ich gerne begleite und deren weiteren Weg ich mit Interesse verfolge.

Geschichten, Geige, Drehleier und ordentlich Energie

Feuerwulf hat seinen Proberaum in Altenkunstadt und verbindet deutschsprachigen Mittelalter-Folk-Rock mit Metal. Gitarren, Bass und Schlagzeug treffen auf Geige und Drehleier. Dazu kommen Geschichten über Freiheit, Magie und Abenteuer, Themen, die ihren Platz ebenso vor einer Festivalbühne wie rund um ein Lagerfeuer finden.

Die aktuelle Bandwebsite nennt Katha und Patrick am Gesang, Sadrax an der Geige, Pascal an der Gitarre, Ragnar am Schlagzeug sowie Martin an der Drehleier und einen weiteren Martin am Bass.

Was mich bei meinen bisherigen Konzertbesuchen besonders angesprochen hat, war die Energie. Feuerwulf spielt mit Einsatz und spürbarer Freude. Die damalige Sängerin Jule hat mich mit ihren Auftritten sehr beeindruckt. Die neue Sängerin Katha kenne ich bislang noch nicht persönlich auf der Bühne das möchte ich beim Feuermond am 17. Oktober ändern.

Und dann ist da Bassist Martin. Für mich ist er der ruhende Pol der Truppe. Er steht häufig etwas im Hintergrund, obwohl er meiner Meinung nach ruhig öfter nach vorne kommen dürfte. Manchmal wirkt er auf mich ein wenig zurückhaltend. Als Fotograf versuche ich dann schon mal, ihn ein bisschen zu motivieren manchmal klappt es auch. Gerade solche kleinen Begegnungen machen das Begleiten einer Band für mich aus.

Eine Band, die ihren Weg konsequent verfolgt

Was ich an Feuerwulf besonders bewundere, ist die Zielstrebigkeit. Ich erlebe eine Band, die etwas erreichen möchte und dafür arbeitet. Sie bewirbt sich bei größeren Festivals, entwickelt sich weiter und schafft sich auch selbst Möglichkeiten aufzutreten. Der gewonnene R.I.O.-Vorentscheid für Coburg, Kronach und Lichtenfels ist eine bemerkenswerte Station auf diesem Weg.

Außerhalb der Bühne bleibt die Band offen und nahbar. Wie bei vielen kleinen Undergroundbands findet man die Musiker mitten unter den Besuchern. Da wird geredet, gelacht und gemeinsam Musik gehört. Das passt zu dem, was Martin im Interview über Feuerwulf erzählt, zur Band gehören für ihn auch die Menschen, die sie begleiten und unterstützen.

Ich wünsche Feuerwulf, dass mehr Veranstalter auf sie aufmerksam werden. Meiner Meinung nach hat diese Band die Chance auf größere Bühnen verdient. Ich könnte sie mir gut beim Schlosshof, Feuertanz oder Festival-Mediaval vorstellen, ebenso bei Veranstaltungen wie Sticky Fingers oder dem Gößnitz Open Air. Das ist mein persönlicher Wunsch für ihren weiteren Weg. Live erlebt habe ich genug, um zu wissen, ich würde mich freuen, sie dort vor einer größeren Kulisse wiederzufinden.

„Das Rudel erwacht“,  drei Jahre Arbeit für das erste Album

Am 23. Oktober 2026 erscheint mit „Das Rudel erwacht“ das Debütalbum von Feuerwulf. Rund drei Jahre Arbeit stecken laut Band darin. Für die Musiker ist es entsprechend ein besonderer Schritt, die erste große Visitenkarte ihrer gemeinsamen Musik.

Martin berichtet im Interview, dass sich die Entwicklung vor allem in der Aufnahmequalität, im Mixing und in vielen kleinen musikalischen Details zeigt. Die Ideen entstehen aus Texten, Melodien oder Riffs und werden gemeinsam zu Songs geformt. Unterstützung bekam die Band dabei von Sebastian Albrecht, Musiker und Produzent aus Bayreuth. Für Mix und Master zeichnet Johannes Wenisch von Room4Studio verantwortlich, die Coverillustration stammt von Laura Laser.

Zehn Songs finden sich auf dem Album:

  1. Feuer und Macht
  2. Stunde der Wölfe
  3. Frei wie der Wind
  4. Scherben bringen Blut
  5. Hebt euer Horn
  6. Feuer frei
  7. Hexenbesen
  8. Verliebt in eine Hexe
  9. Valhalla
  10. Königin der Nacht

Eine besondere Bedeutung hat „Valhalla“, der erste veröffentlichte Feuerwulf-Song. Auf dem Album erwartet die Hörer nach Aussage der Band eine musikalisch weiter ausgearbeitete Version gegenüber dem bisherigen Musikvideo.

Die Texte greifen eigene Erlebnisse ebenso auf wie Sagen und Märchen. Martin deutet an, dass zwischen den Zeilen auch persönliche Botschaften und symbolische Bedeutungen stecken können. Eine ausführliche Hörbewertung möchte ich an dieser Stelle noch nicht abgeben. Hier geht es um die Vorstellung des Albums und darum, was die Band selbst über seine Entstehung erzählt.

„Königin der Nacht“, der neue Film zum Albumabschluss

Mit dem am 9. Oktober veröffentlichten Musikvideo zu „Königin der Nacht“ gibt es bereits einen aktuellen Einblick. Der Song steht am Ende des Albums und hat sich laut Martin auch live als Abschluss bewährt. Er soll etwas hinterlassen, das die Besucher mit nach Hause nehmen.

Inhaltlich geht es um Licht und Dunkelheit, Gut und Böse und die Frage nach dem eigenen Weg. Die Band widmet das Lied besonders Menschen, die sich nachts oder abseits des grellen Scheinwerferlichts zu Hause fühlen.

Gedreht wurde laut Interview an zwei Tagen im Februar, in einem fränkischen Wald und einer alten Industriehalle. Martin lobt besonders die Hauptdarstellerinnen Cara und Jule, die trotz eisiger Temperaturen durchgehalten haben. Für Feuerwulf sind Musikvideos zugleich ein kreativer Teil der Arbeit und eine Möglichkeit, Fans und Veranstaltern etwas von ihrer Welt zu zeigen.

Feuermond, Eine kleine Festivalidee wird zur zweiten Ausgabe

Das erste Feuermond Festival 2025 war für mich eine große Überraschung. Weismain ist keine Stadt, in der jede Woche ein Metal- oder Mittelalterfestival stattfindet. Trotzdem stellte eine noch vergleichsweise wenig bekannte Band dort einen eigenen Abend auf die Beine – ohne festen Eintrittspreis, mit Munarheim als Headliner.

Nach meiner Erinnerung waren gut und gerne 250 Besucher da. Das ist meine persönliche Schätzung, keine offizielle Besucherzahl. Ob die Bands, das Eintrittskonzept oder beides den Ausschlag gegeben haben, weiß ich nicht. Entscheidend war für mich, dass es funktioniert hat.

Auch die Stadthalle hat mich überzeugt, genügend Platz, ein hoher Raum und eine schöne Bühne. Eine Location, in der für meinen Geschmack gerne öfter solche Konzerte stattfinden dürften. Dass Weismain durchaus eine größere Konzertvergangenheit hat, spricht Martin im Interview ebenfalls an, mit einem Verweis auf Motörhead im Waldstadion und einem kleinen Traum für die Zukunft.

Für Feuerwulf begann Feuermond nach eigener Aussage mit dem Wunsch, eine richtig gute Party zu feiern. Der Zuspruch bei der Premiere führte zur Fortsetzung. Dabei hat Martin für 2026 eine klare Aussage: Es geht darum, den Abend für alle besser zu machen. Dazu gehören auch Dinge, die Besucher kaum sehen, etwa die Betreuung der Bands sowie Security und Sanitäter.

Am 17. Oktober treffen wir uns in Weismain

Bei der zweiten Ausgabe stehen Eldskål, Feuerwulf und Headliner ROBSE auf der Bühne. Mittelalter-Rock, Folk und epischer Metal kommen damit an einem Abend zusammen.

Besonders schön für alle, die auf das Debüt warten, Feuerwulf stellt das Album beim Festival live vor. Laut Martin könnt ihr euch bereits vor Ort eine CD sichern, sechs Tage vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin. Auch eine Special Edition mit Fan-Accessoires ist angekündigt.

Feuermond Festival 2026

  • Samstag, 17. Oktober 2026
  • Stadthalle Weismain, Hollfelder Straße 11, 96260 Weismain
  • 19:00 Uhr: Einlass
  • 19:30 Uhr: Eldskål
  • 20:45 Uhr: Feuerwulf
  • 22:30 Uhr: Verlosung
  • 22:40 Uhr: ROBSE

Der Eintritt findet auf Spendenbasis statt: Jeder zahlt so viel, wie er möchte. Es gibt keinen Vorverkauf; die Hallenkapazität ist begrenzt. Wer spendet, erhält ein Los für die Merchverlosung. Gewandungen sind willkommen, und auch für Essen, Getränke und regionalen Met ist gesorgt. Die genannten Spielzeiten entsprechen dem aktuell veröffentlichten Ablauf.

Ich werde wieder mit der Kamera dabei sein und freue mich auf bekannte Gesichter, die neue Sängerin und einen Abend mit einer Band, die mir inzwischen ans Herz gewachsen ist.

Wenn ihr Feuerwulf noch nicht kennt, ist das eine gute Gelegenheit. Und wenn ihr sie schon kennt, wisst ihr ohnehin, warum sich ein Besuch lohnt.

Der Underground braucht keine Almosen. Er braucht Bühnen. Feuerwulf schafft sich in Weismain selbst eine – und lädt uns alle ein.

Band und Musik: https://feuerwulf.de/
Album: https://feuerwulf.de/das-rudel-erwacht
Festival: https://feuermond-festival.de/
Aktueller Ablauf: https://feuermond-festival.de/infos

Das vollständige Interview mit Martin von Feuerwulf

Für diesen Beitrag hat Martin meine Fragen zu Musikvideo, Album und Feuermond beantwortet. Hier findet ihr das Gespräch in voller Länge. Die Antworten sind inhaltlich unverändert; die Formatierung und die Nummerierung der Fragen wurden vereinheitlicht.

Einstieg, bei Feuerwulf passiert gerade einiges

Frage 1: Bei euch stehen mit neuem Musikvideo, Feuermond Festival und neuem Album gleich mehrere große Termine innerhalb weniger Tage an. Wie fühlt sich das für euch gerade an, Vorfreude oder langsam auch ein bisschen Wahnsinn?

Haha, “ein bisschen Wahnsinn”, das trifft es echt gut!  Wir sind getrieben, von der Leidenschaft unserer Community, der Liebe zum Folk-Metal und dem Herzblut, das in Feuerwulf steckt. Denn Feuerwulf ist so viel mehr als eine Band, es sind all die Menschen, die uns begleiten, unterstützen und diesen Weg mit uns gehen. Wir wollen gemeinsam eine gute Zeit erleben, Erinnerungen schaffen und nicht nur nehmen, sondern auch etwas zurückgeben. Denn am Ende geht es um das, was uns alle verbindet: die Musik und das Miteinander.

„Königin der Nacht“ das neue Musikvideo

Frage 1: Am 9. Oktober erscheint euer neues Musikvideo zu „Königin der Nacht“. Warum habt ihr euch gerade für diesen Song entschieden?
Königin der Nacht“ ist als letzter Song auf unser Album gerutscht, und hat sich auch live immer wieder als großartiger Abschluss bewährt. Mit diesem Lied wollen wir unseren Gästen etwas mitgeben, das noch lange nach dem Konzert im Kopf bleibt. Und offenbar gelingt uns das, wir werden immer wieder auf den Song angesprochen.
Zusammen mit vielen guten Argumenten und den Gesprächen mit unserem Filmer war deshalb schnell klar: „Königin der Nacht“ hat ein eigenes Musikvideo verdient!

Frage 2: Worum geht es in „Königin der Nacht“? Gibt es hinter dem Lied eine Geschichte oder eine bestimmte Bedeutung, die ihr den Hörern mitgeben möchtet Wie aufwendig war die Produktion und wo wurde das Video gedreht?
Die Geschichte erzählt vom ewigen Zwiespalt zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit und von der Frage, welchen Weg wir für uns selbst wählen. Welcher ist der richtige? Und gibt es überhaupt nur einen?

Dieses Lied ist für all jene, die sich im Dunkeln zu Hause fühlen. Für die, deren Nacht zum Tag wird. Für die, die lieber im Stillen ihren eigenen Weg gehen und sich im Schatten wohler fühlen als im grellen Licht.

Für alle, die anders ticken. Für alle, die die Nacht verstehen. Wir fühlen euch.

Gedreht wurde an zwei Tagen im Februar mitten in einem der wunderschönen, geheimnisvollen Wälder Frankens und in einer alten Industriehalle, deren raue Atmosphäre perfekt zur Stimmung des Songs passt.

Frage 3: Gab es beim Dreh einen Moment, bei dem ihr heute noch lachen müsst oder etwas, das überhaupt nicht nach Plan gelaufen ist

Dass bei einem Filmdreh alles reibungslos läuft, ist ja eher die Ausnahme umso schöner, dass es bei diesem Dreh einfach geflutscht hat!  Die Erfahrung und Professionalität einiger Beteiligter aus der Medien- und Filmbranche waren dabei deutlich spürbar.

Ein ganz besonderes Lob geht an unsere beiden Hauptdarstellerinnen Cara und Jule, die selbst bei eisigen Temperaturen tapfer durchgehalten und eine herausragende Leistung abgeliefert haben. Mädels, das war richtig stark!

Frage 4: Wie wichtig sind Musikvideos für eine Band wie Feuerwulf heute überhaupt noch? Ist YouTube für euch vor allem Werbung oder gehört das Video für euch genauso zum künstlerischen Gesamtwerk wie der Song?

Musikvideos sind nach wie vor ein wichtiger Baustein, um als Band weiterzukommen. Veranstalter wollen schließlich sehen, was wir auf die Bühne bringen. Noch wichtiger ist uns aber, damit auch unseren Fans, “unserem Rudel” etwas zurückzugeben etwas, das unsere Musik sichtbar und erlebbar macht.

Und ganz ehrlich, Filmdrehs sind einfach unglaublich spannend! Wenn aus all der Arbeit, den Ideen und den gemeinsamen Momenten am Ende etwas entsteht, auf das wir stolz sein können, ist das ein verdammt gutes Gefühl.

Das neue Feuerwulf-Album

Frage 1: Nur zwei Wochen später, am 23. Oktober, erscheint euer neues Album. Wie lange habt ihr daran gearbeitet?

Unser Album erscheint nach rund drei Jahren harter Arbeit. Es ist unser Debütalbum, der erste Eindruck, das Erstlingswerk. “Das erste Kind ist immer etwas besonderes.” 🙂

Frage 2: Wenn ihr das neue Album mit euren bisherigen Veröffentlichungen vergleicht, Was hat sich bei Feuerwulf musikalisch verändert oder weiterentwickelt?

Vor allem bei der Aufnahmequalität, dem Mixing und den vielen kleinen Details merkt man, wie man sich als Band weiterentwickelt und musikalisch dazulernt.

Frage 3: Woher kommen eure Texte und Ideen? Sind das überwiegend Geschichten und Fantasie oder steckt manchmal mehr Persönliches darin, als man beim ersten Hören vermutet?

Unsere Songs erzählen Geschichten, mal inspiriert von eigenen Erlebnissen, mal von den Motiven und Figuren aus Sagen und Märchen. Wer genauer hinhört, entdeckt vielleicht zwischen den Zeilen die eine oder andere versteckte Botschaft oder symbolische Bedeutung. Denn manchmal steckt hinter einer Geschichte mehr, als man auf den ersten Blick vermutet.

Frage 4: Gibt es auf dem neuen Album einen Song, der einem von euch besonders am Herzen liegt und warum?

Jeder unserer Songs ist einzigartig und erzählt seine eigene Geschichte, die wir mit voller Leidenschaft und musikalischer Kraft zum Leben erwecken wollen. Für uns als Band hat „Valhalla“ natürlich einen ganz besonderen Stellenwert, es war der erste Song, den wir überhaupt veröffentlicht haben. Übrigens dürft ihr euch auf dem Album auf eine musikalisch weiter ausgearbeitete Version freuen als in unserem Musikvideo zu hören ist.

Frage 5: Wie entsteht eigentlich ein typischer Feuerwulf-Song? Kommt zuerst ein Text, eine Melodie, ein Riff oder entsteht vieles gemeinsam im Proberaum?

Am Anfang steht eine Idee, ein Text, eine Melodie oder ein markantes Riff, das uns nicht mehr aus dem Kopf geht. Diese Einfälle versuchen wir gemeinsam zum Leben zu erwecken und daraus unsere Songs zu formen. Dabei hatten wir glücklicherweise Unterstützung von Sebastian Albrecht, einem begnadeten Musiker und Produzenten aus Bayreuth, der selbst schon die Bühne in Wacken zum Beben gebracht hat.  

Frage 6: Ohne schon alles zu verraten: Was dürfen die Leute von dem Album erwarten?

Freut euch auf kraftvollen, deutschsprachigen Folk-Metal mit schönen Melodien, die zum Mitsingen und Headbangen einladen.

Frage 7: Euer Feuermond Festival findet am 17. Oktober statt nur sechs Tage bevor am 23. Oktober euer neues Album erscheint. Dürfen sich die Besucher beim Feuermond vielleicht schon auf eine kleine Vorpremiere freuen? Werden wir dort bereits neue Songs vom Album live hören oder vielleicht sogar noch die eine oder andere Überraschung erleben?

Natürlich stellen wir unser Album auch live vor, und wer es mit nach Hause nehmen möchte, kann sich vor Ort eine CD sichern. Für unser Rudel haben wir sogar eine besondere Special Edition mit ein paar wunderbaren Fan-Accessoires vorbereitet. Es lohnt sich also, vorbeizuschauen!  

Feuermond, vom Musiker zum Veranstalter

Frage 1: Am 17. Oktober veranstaltet ihr in Weismain euer eigenes Feuermond Festival. Wie kam überhaupt die verrückte Idee zustande, nicht nur selbst Musik zu machen, sondern gleich ein eigenes Festival auf die Beine zu stellen?

Eigentlich wollten wir einfach nur eine richtig geile Party feiern. Doch als bei der Premiere des Feuermond Festivals im letzten Jahr plötzlich die Halle voll war und uns so viel positives Feedback entgegenkam, war schnell klar, das war keine einmalige Sache! Wir haben Blut geleckt und richtig Bock auf mehr!

Frage 2: Die erste Ausgabe 2025 war für euch gewissermaßen der Sprung ins kalte Wasser. Was habt ihr aus dem ersten Feuermond gelernt und was macht ihr 2026 anders?

Was haben wir gelernt? Dass es nicht unbedingt Eintrittskarten und einen Vorverkauf braucht, um gemeinsam einen großartigen Abend zu erleben! Deshalb gilt auch dieses Jahr wieder, Zahl so viel du möchtest! Das hat bei der Premiere wunderbar funktioniert. Ein riesiges Dankeschön an alle Gäste, die das möglich gemacht haben!

Beim ganzen Drumherum legen wir dieses Mal an einigen Stellen noch eine Schippe drauf, von Sanitätern und Security bis hin zur Betreuung unserer Bands. Vieles davon passiert ganz im Hintergrund, soll aber dafür sorgen, dass sich alle noch wohler fühlen und der Abend für jeden Beteiligten ein Erlebnis wird.

Denn unser Ziel ist nicht, das Festival größer zu machen, sondern für alle ein Stück besser.

Frage 3: Ihr steht beim Feuermond nicht nur selbst auf der Bühne, sondern seid gleichzeitig Veranstalter. Bekommt man als Musiker dadurch einen anderen Blick darauf, wie viel Arbeit tatsächlich hinter einem Konzert oder Festival steckt?

Oh fucking yes!!!

Da wir selbst auf Festivals spielen, kennen wir natürlich auch die andere Seite, was brauchen Bands an einem oft langen Festivaltag? Was macht ihnen den Aufenthalt angenehmer? Wer kümmert sich worum, was muss vorbereitet und organisiert werden? Genau solche Dinge haben wir auf dem Schirm, weil wir wissen, wie viel die kleinen Dinge ausmachen können.

Aber bei all der Organisation vergessen wir natürlich nicht, worum es eigentlich geht, geile Musik, großartige Bands und dieses unvergleichliche Live-Feeling! Wir freuen uns genauso auf den Abend wie jeder andere Besucher.

An diesem Abend sind wir beides, Veranstalter mit Herzblut und Fans mit Bock auf gute Musik!

Frage 4: Wie sucht ihr die Bands für Feuermond aus? Geht es euch um bekannte Namen oder ganz bewusst auch darum, kleineren Bands eine Bühne zu geben?

Für unsere Bandauswahl spielen zwei Dinge eine entscheidende Rolle, welche Bands passen zu unserem Konzept und was ist finanziell machbar? Aus beidem ergibt sich letztlich unser Line-up. Unser Ziel ist es, einen abwechslungsreichen und spannenden Mix auf die Beine zu stellen, bei dem für unser Publikum einiges zu entdecken gibt.

Frage 5: Mit ROBSE habt ihr dieses Jahr einen starken Headliner. Wie kam dieser Kontakt zustande und warum passt ROBSE für euch zum Feuermond?

ROBSE bringen pure Wucht und Power auf die Bühne, die Jungs wissen einfach, wie man Hallen und Festivals zum Beben bringt!  Musikalisch ergänzen sie die beiden anderen Bands perfekt und machen unser Line-up noch abwechslungsreicher.

Gleichzeitig freuen wir uns riesig, mit ROBSE eine bekannte Band nach Weismain zu holen, die trotz ihrer Erfolge herrlich sympathisch und bodenständig geblieben ist. Wer Robert „Robse“ Dahn (ehemaliger Sänger von Equilibrium) auch abseits der Bühne auf seinen Social-Media-Kanälen verfolgt, merkt schnell, was ihn ausmacht: Er ist einfach ein Typ, den man mögen muss. Und genau deshalb passt er auch menschlich wunderbar zu uns und zum Feuermond Festival!

Frage 6: Feuermond findet in Weismain und damit nicht gerade in einer deutschen Konzertmetropole statt. Ist es euch wichtig, gerade hier in der Region etwas aufzubauen und Live-Musik nach Oberfranken zu bringen?

Weismain ist vielleicht keine Konzertmetropole, das stimmt.  Aber hey. im Waldstadion haben schließlich schon Größen wie Motörhead und viele andere ordentlich abgeliefert! Warum also nicht ein bisschen träumen? Vielleicht findet das Feuermond Festival ja auch irgendwann einmal im Waldstadion statt.

Frage 7: Was müsste passieren, damit ihr am Abend des 17. Oktober nach Hause geht und sagt: „Genau deshalb machen wir Feuermond“?

Eine volle Halle, ausgelassene Stimmung, friedliches Miteinander und jede Menge gemeinsame Freude, genau dafür steht das Feuermond Festival!

Zum Schluss etwas persönlicher

Frage 1: Musikvideo am 9. Oktober, Feuermond am 17. Oktober und Album am 23. Oktober wenn der Oktober vorbei ist, was macht Feuerwulf dann? Erst einmal Füße hoch oder geht der Wahnsinn direkt weiter?

Der Wahnsinn gehört bei uns zum Alltag!  Bei Feuerwulf steht niemals still, denn wir haben noch jede Menge vor. Jetzt kommt erst mal unser Debütalbum aber nach der Eins kommen bekanntlich noch viele weitere Zahlen.  Und wir haben definitiv nicht vor, schon wieder aufzuhören!

Frage 2: Und zum Abschluss: Wenn ihr jemandem, der Feuerwulf bisher überhaupt nicht kennt, nur einen einzigen Satz sagen dürftet, warum er euch einmal live erleben sollte welcher wäre das?
Feuerwulf erzählt Geschichten von Freiheit, Magie und Abenteuer, mit Geige, Drehleier und Gitarren, die live ordentlich Feuer entfachen und dich für einige Momente aus deinem Alltag reißen.

Vielen Dank an Martin Rehm und Feuerwulf für die ausführlichen Antworten.

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